Haarausfall
Haarausfall bei Männern geht in der Regel auf eine erbliche Anlage zurück, die von dem männlichen Elternteil "mitgegeben" wurde. Diese Art des Ausfalls beginnt meistens am Vorderkopf mit den so genannten "Geheimratsecken" oder einer Stirnglatze. Es gibt auch andere Formen des Ausfalls des Haupthaares, die aber in der Regel eher auf pathologische Ursachen zurückgehen. Bei den Erkrankungen, die einen Ausfall mit sich bringen werden in der Regel spezielle Therapieformen angewendet oder das Haar beginnt nach Ende der Krankheit von selbst wieder zu wachsen.
Inzwischen gibt es etliche Produkte wie beispielsweise Shampoos mit Koffein und Medikamente, die den Haarausfall verhindern oder zumindest verlangsamen sollen. Dennoch gibt es auch viele Männer, die sich trotz allem mit ihrem "Haarproblem" abgefunden haben, die Haare komplett abrasieren und sich so einen ganz individuellen Look kreieren. Im Gegensatz dazu sehen, insbesondere viele junge Männer mit genetischem Haarausfall, die Möglichkeit einer Rasur als erschreckend oder unattraktiv an. Die Ansätze der Behandlungsmöglichkeiten sind sehr weitreichend. Im Bereich der medikamentösen Therapie gibt es verschiedene Präparate, die entweder oral eingenommen werden müssen oder für die äußere Behandlung bestimmt sind. Eine Therapie mit oral einzunehmenden Medikamenten muss von einem Arzt begleitet werden, da die Präparate verschreibungspflichtig sind. Hier werden so genannte Steroide angewendet, die den Haarausfall stoppen und das Wachstum sollen. Andere Mittel werden direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und sorgfältig einmassiert. Hier gibt es unterschiedliche Wirkstoffe, die die Haarwurzeln aktivieren und das Haarwachstum stimulieren sollen. Der Nachteil der meisten oral einzunehmenden und äußerlich anwendbaren Produkte ist, dass ihre positive Wirkung bei Absetzen des Mittels nachlässt und das Haar wieder beginnt auszufallen. Dies bedeutet für den Betroffenen, dass er das jeweilige Medikament sein Leben lang verwenden muss.
Neben den medikamentösen Therapieansätzen gibt es zum Einen noch die Möglichkeit, den Haarausfall mit Hilfe von speziellen Echthaarteilen oder kosmetischen Produkten zu kaschieren. Dies sollte allerdings eher als Zwischenlösung gewählt werden bis eine Therapie anschlägt.
Eine weitere, inzwischen sehr beliebte, Variante der Behandlung ist die Haartransplantation. Bei dieser Methode gibt es verschiedene Möglichkeiten der Verpflanzung. So können einzelne Haare, Haarbüschel oder ganze Haarstreifen transplantiert werden. Die Einpflanzung der Haare kann mit Hilfe von unterschiedlichen Methoden durchgeführt werden, wobei die beliebteste Methode in Deutschland das Einsetzen von Haarstreifen ist. Die modernste Variante der Haartransplantation ist jedoch die FUE (Follicular Unit Extraction) und die FUI (Follicular Unit Insertion). Diese Methode geht auf die Erkenntnis zurück, dass Haare in natürlichen "Bündeln" wachsen, die aus zwei bis vier Haaren bestehen. Mittels der FUE werden solche Bündelungen aus dem Haarkranz entnommen und im zu behandelndem Kopfbereich wieder eingesetzt. Bei dieser Methode können auch Körperhaare verwendet werden, wobei zu bedenken ist, dass diese oft eine andere Struktur und Form aufweisen als das Haupthaar. Die Entscheidung für eine solche Eigenhaartransplantation sollte gut durchdacht und mit einem Arzt besprochen werden.
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